Globale Zivilgesellschaft und Religion- Gibt es eine ethisch-religiöse Globalisierung?

Thesen

  1. Zur modernen Gesellschaft gehört religiöse Pluralität, verstanden als Chance und zugleich Zwang, mit unterschiedlichen Religionen in einer Gesellschaft zu leben.
  1. Auch in der modernen Gesellschaft mit zahlreichen religiösen Minderheiten gehört Religion zum öffentlichen Raum, etwa weil religiöse Praxis von der Beschneidung bis zum sonntäglichen Glockenläuten Anlass für öffentliche Diskussion bietet.
  1. Religion ist für den einzelnen Menschen eine Identität prägende religiöse Zugehörigkeit mit Elementen eines eigenen Lebensstils und einer diskursiven Eigenlogik zur Welterklärung.

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Flüchtlinge Willkommen in München – ein anderes Bild

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In den letzten Wochen und Monaten war das Bild Deutschlands geprägt von brennenden Flüchtlingsunterkünften. Bis August diesen Jahres gab es 335 Anschläge auf Heime und Wohnungen von Flüchtlingen. Viele davon waren noch nicht bewohnt oder erst im Bau, aber auch Unterkünfte, in denen schon Flüchtlinge wohnen, wurden Ziel von Angriffen. So z. B. durch den Anschlag mit einem Brandsatz in Salzhemmendorf. In Heidenau ist seit Wochen nächtlich eine rechtsradikaler Masse auf den Straßen, welcher die Gegend für Flüchtlinge, helfende Bürger, aber auch die Polizei unsicher macht. Die Ereignisse heute erinnern an die Ereignisse in Hoyerswerda oder Rostock-Lichtenhagen in den 90ern Jahren. Auch damals hinterließ Deutschland kein gutes Bild in der Weltpresse. Doch dieses Mal gibt es einen Unterschied. Dieses Mal gibt es auch ein anderes Bild.

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Gerechtigkeit zwischen den Generationen

Generationen

geralt / Pixabay

Jung und Alt zu Gast beim Salonstreitgespräch vom Roman-Herzog-Institut

Wie tragfähig ist unser auf Solidarität zwischen den Generationen basierendes Rentensystem? Diese Frage wird immer drängender, droht doch durch den demografischen Wandel die Balance zwischen Erwerbstätigen und Rentenempfängern verloren zu gehen. Während die Jüngeren den Älteren vorwerfen, auf ihre Kosten zu leben und ihnen unzumutbare Lasten aufzubürden, halten die Rentner dagegen, dass der heutige Wohlstand ihrer Arbeit zu verdanken sei. Beuten die Alten tatsächlich die Jungen aus? Wie kann ein gerechtes und zukunftsfähiges Generationenkonzept aussehen? Beim 9. Salonstreitgespräch des Roman Herzog Instituts am 13. Mai wurden die Standpunkte beider Generationen ausführlich diskutiert.

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Kopftuchmädchen – Stoff aus dem die Ängste sind

Ein Beitrag aus der Spreezeitung

Angst geht um im deutschen Lande. Angst vor fremden Kulturen, die von vermeintlichen Aufklärern wie Thilo Sarrazin und Alice Schwarzer kräftig geschürt wird. Die Chef-Prediger vom Dienst beherrschen es, günstige Gelegenheiten für ihr perfides Anliegen zu nutzen und Fremdenfeindlichkeit zu schüren. Doch mehr als ein subjektiv geprägtes, krudes Weltbild kann das, was die beiden von sich geben, nicht sein.

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Greece versus Eurozone

What Sophocles can teach European politicians

Ein Beitrag aus der Spreezeitung

Here is the Sophoclean challenge for our politicians: true statesmanship is finding the courage and having the intelligence to be wise without experiencing tragedy – to see the big picture, to have the guts to change one’s mind if needed, to think ahead, and to create space for compromise. Can Eurozone decision makers live up to that challenge? A comment by Haridimos Tsoukas, Research Environment Professor of Organization Studies at Warwick Business School.

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„Sozialethische Unternehmensbegehung“

Sozialethische Unternehmensbegehung

Das Institut für Sozialstrategie hat in Zusammenarbeit mit dem Heinrich Pesch Haus, in einem Unternehmen in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz), erstmalig das vom Institut für Sozialstrategie entwickelte Konzept der „sozialethischen Unternehmensbegehungen“ umgesetzt. Dieses neu entwickelte Konzept hat zum Ziel, eine „innere Haltung“ in einem Unternehmen zu erkennen und durch Begegnung mit Außenstehenden eher fremde „Welten“ zusammen zu führen. Weiterlesen