Venezuela – Zivilgesellschaftliche Verbindungen über Grenzen hinaus

Zum Erleben transnationaler Zivilgesellschaft am Beispiel der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien

 

Venezuela

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Oftmals ist globale Zivilgesellschaft etwas schwierig Vorstellbares, etwas nur schwer Erfassbares. Doch gerade in Grenzregionen ist es immer wieder möglich, zivilgesellschaftliche Verbindungen tatsächlich zu erleben, Transnationalität zu erfahren. Von europäischen Grenzräumen ausgehend ist dies nicht stets in aller Deutlichkeit vorstellbar – und auch anderswo gibt es genug Grenzen, die entweder abriegeln oder wenig Berührung zeigen. Ganz anders sieht dies an der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien aus. Dies lässt sich durchaus aus beiden Perspektiven erklären: Es zeigt seine schillerndsten Facetten jedoch, wenn der Ansatz gewählt wird, von Venezuela, ausgehend von der dortigen Politik und Lage, dieses Phänomen starker zivilgesellschaftlicher Verbindungen gerade an der Grenze zu hinterfragen.

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Eine Konferenz wie ein Raumschiff – Weltklimakonferenz in Lima

Globale Vernetzung oder Verhandlungen ohne lokale Anbindung?

Konferenz

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Dieser Beitrag beruht auf Beobachtungen die vom Autoren am Ort der Weltklimakonferenz in Lima gemacht werden und doch auch für Tendenzen zivilgesellschaftlicher Vernetzung stellvertretend stehen. Dabei handelt es sich um Eindrücke, keineswegs Gesetzmäßigkeiten. Weiterlesen

Wendepunkt am Int. Strafgerichtshof in Den Haag?

Strafgerichtshof

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Der Internationale Strafgerichtshof hat seinen Sitz in Den Haag. Dort werden nur Fälle des Völkerstrafrechts verhandelt, wie Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit, welche laut Statut die internationale Gemeinschaft als Ganze berühren. Weiterlesen

Wohnraum in der Ferne

Neue zivilgesellschaftliche Aktivitätsformen und staatliche Reaktionen

 

Wohnraum

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Medial kann immer wieder darüber gestolpert werden, dass sich klassische Trennungen, beispielsweise von Berufsgruppen, aber auch Organisationsformen auflösen; keine klare Fixierung ist mehr möglich. Politisch wird dabei durchaus ambivalent argumentiert und vorgegangen. Einerseits wird ein mehr an Engagement und zivilgesellschaftlicher Organisation und Teilhabe durchaus willkommen geheißen, zugleich aber dabei fast stetig das Risiko betont – ob die Bürger das Ideal mündiger Bürger erfüllen, gilt immer wieder als zweifelhaft. Diese Dynamiken der Diskurse gibt es in einigen Ländern traditionell stärkerer staatlicher Regulationen deutlicher, in anderen weniger. Eine andere Tendenz ist, dass klassische Schranken in diesem Rahmen fallen. Besonders regulierte und geschützte Bereiche werden immer unklarer zu fassen. Gerade im Bereich der Presse verschwimmen die Ebenen zunehmend. Wer nun als Presseakteur_in zu bewerten ist, ist in vielen Situationen kaum klar zu fassen. Besondere Rechte und besonderen Schutz, welche diese Akteur_innen genießen, werden so zu einem umstrittenen Gut. Dies gilt insbesondere bezüglich digitaler Medien und in einem globalen Rahmen. Ob Handyaufnahmen Presseerzeugnisse sind oder aber völlig eigenständige Akteur_innen in Gefahrengebieten die selben Rechte oder den selben Schutz genießen sollten, ist umstritten und unklar. Diese Tendenzen, ein Mehr an zivilgesellschaftlicher und zunächst kaum regulierter Aktivität und Organisation und das Diffundieren zuvor eher klar getrennter Bereiche, können durchaus als gesellschaftliche Tendenzen unser Zeit verstanden werden. Deutlich zu sehen ist dies auf der Ebene globaler zivilgesellschaftlicher Vernetzung. Weiterlesen

Hometown Associations

Hometown Associtations

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Gerade in den USA finden sie sich, Hometown Associations, Verbindungen von Migrant_innen aus der selben Stadt, Gemeinde oder Region, die sich verbinden, um mit ihrer Herkunftsgemeinde in Verbindung zu bleiben und diese zu unterstützen. Dabei gibt es quasi keine Grenzen dieses Konzeptes, tausende solcher Vereinigungen gibt es in den USA. Weiterlesen

Chevrons Ölförderung und der indigene Widerstand

Chevron Ölbohrungen

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Der Rechtsstreit um die Kosten der Beseitigung der Umweltschäden durch die Ölförderung von Chevron im Gebiet von Lago Agrio im Amazonas-Regenwald Ecuadors läuft seit nunmehr über 20 Jahren. Dabei geht es um Umwelt- und Gesundheitsschäden durch die Förderung eines Konsortiums von Texaco und Petroecuador. Texaco gehört inzwischen zu Chevron, der Rechtsstreit ist somit der zwischen Einwohnerinnen und Einwohnern der Region von Lago Agrio in Ecuador und Chevron und wird sowohl vor US- als auch vor Gerichten in Ecuador ausgetragen. Nach langen Jahren der Verhandlung wurde Chevron schließlich in Ecuador zu einer Millionenzahlung verurteilt, dies war 2012. Danach strengte Chevron diverse Gerichtsverfahren an, unter anderem gegen die juristischen Beistände der Einwohnerinnen und Einwohner der Region. Dies führte nicht nur dazu, dass sich immer mehr Anwaltskanzleien zurückzogen und sogar Entschädigungen an Chevron zahlten, letztlich blieb der Hauptankläger isoliert zurück. Im März diesen Jahres hob schließlich ein US-Gericht den Beschluss aus Ecuador auf, da dieser auf Bestechung und der Fälschung von Beweisen beruhe, die Geldvollstreckung wurde außer Kraft gesetzt. Weiterlesen

Dual Career und Familienteilzeit

Gedanken zu Planbarkeiten, (Um)wegen und Erwartungen

Dual Career

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Diese kurzen und als Einführung und Denkanregung gedachten Ausführungen beziehen sich auf persönlich Erlebtes, Erfahrenes und Erwartetes. Sie sollten und sollen daher keinesfalls als allgemeine Aussage gelesen werden, genauso wenig allerdings als reiner Einzelfall abgestempelt werden, enthalten sie doch durchaus Generalisierbares in ihren Teilen und Abschnitten. Was hierbei Karriere heißt und noch dazu ihre Dualität bedeutet, was Dual Career, im hiesigen Hintergrundfall eine solche in einem den Wissenschaften nahen Feld, mindestens wissenschaftsaffin, aber nicht notwendigerweise akademisch, kann unterschiedlich gefüllt werden, aber auch hier gilt, dass sich einige Überlegungen auch über den hiesigen Hintergrundfall  hinaus festhalten lassen. Weiterlesen

Minderheiten: Transsexuelle und Intersexuelle im Kampf um Wahrnehmung

Minderheiten

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Am Donnerstag, den 03. April fanden sich in diversen Zeitungen Berichte über „Norrie“ einen 52-Jahre alten Menschen, der am Mittwoch dem 02. April von einem australischen Gericht das Recht zugesprochen bekam, als Geschlecht offiziell „unbestimmt“ angeben zu dürfen. Auch wenn der Fall ein sehr spezieller ist, eine weiter zurückliegende Geschlechtsumwandlung von „Mann“ zu „Frau“ vorliegt und spät die Entscheidung getroffen wurde, doch nicht in bipolare Geschlechterrollen zu passen, so weißt er doch auf einige Tendenzen bezüglich Geschlechter-Konzepten in einigen Ländern hin. Weiterlesen