Arzt-Patienten-Beziehung: Medizin, Zivilgesellschaft, Sozialstrategie

oder: Customer Journey, User Experience und Sozialstrategie im Gesundheitswesen – welche Rolle spielt die Arzt-Patienten-Beziehung für die Betroffenen?

Arzt-Patienten-Beziehung

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This talk, held at the German National Symposium of Phlebology in Stuttgart in September 2017, shows that certain developments within civil society have a clear impact on the success of healing, especially in view of the communication and interaction between doctor and patient. As the medical expertise of doctors speaks in favor of an asymmetrical style of communication, the thesis of the paper is the establishment of real symmetry due to the common aim, patients’ improvement of health. Here, the patient’s expertise is the personal knowledge of his or her health situation. Combined with the medical expertise of doctors, both may join forces looking at the common health-related objectives. More research is needed for an empirical proof of concept of this specific kind of doctor-patient-interaction.

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Boni helfen wenig, bessere Führung beflügelt!

Boni abschaffen und stattdessen in gute Führung investieren, fordert Ulrich Hemel

(Erstveröffentlichung im WiWo Management Blog, 01. Oktober 2017)

Boni abschaffen

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„Boni helfen wenig, bessere Führung beflügelt“ sagt Ulrich Hemel, Direktor und Gründer des Instituts für Sozialstrategie in Laichingen-Jena-Berlin, erfolgreicher Ex-Manager, Ex-BCG-Berater, Unternehmer und Theologe. Sein Rat: Boni abschaffen, denn der Erfolgsfaktor für Unternehmen ist gute Führung – richtige Personalauswahl und Personalförderung ist die Voraussetzung. Die wesentliche Mischung bei exzellenten Führungskräften: motivierender Charme und konsequent durchgehaltene Disziplin. Ein Gastbeitrag. Weiterlesen

Einer für Alle – Aber Alle für Einen?

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(Vorab möchte ich klarstellen, dass alle Formulierungen geschlechtsneutral zu verstehen sind. Sie spiegeln lediglich die heutige Umgangssprache wider.)

Viele Errungenschaften unserer heutigen Zeit sind Ergebnisse einer vorhergegangenen Erfahrung. Not macht erfinderisch. Not kann beflügeln. Und, und das ist das Wichtigste: Man beginnt zu denken – man denkt darüber nach, wie man etwas verbessern könnte. Ich jedenfalls habe für meinen Teil angefangen darüber nachzudenken, welchen Risiken und Gefahren Selbständige in der heutigen Zeit ausgesetzt sind. Und dabei bin ich auf etwas sehr Nachdenkliches gestoßen: Begibt man sich heute in eine Selbständigkeit, so trägt der Selbständige ein oft unterschätztes Risiko und große, ja sehr große Verantwortung. Weiterlesen

Schuldenkönige und Insolvenz

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Meine Erfahrung mit Schuldenkönigen wird sich mit Sicherheit auch in anderen Familien und Klein- und mittelständischen Unternehmen finden lassen: Ein oder auch mehrere Kunden zahlen nicht. Und so soll dieser Ausgangspunkt auch gleichzeitig der Beginn eines großen und schweren Kampfes gegen Ungerechtigkeit und den Werteverfall von Anstand und Moral sein. Weiterlesen

Versuch, über Wirtschaftsethik und den Werteverfall zu berichten

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Als ich vor einiger Zeit von Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel gebeten wurde, einen Artikel über Wirtschaftsethik zu verfassen, habe ich natürlich sofort zugesagt. War ich doch selbst Opfer fehlender Wirtschaftsethik. Doch damit fing das Dilemma auch schon an. Ich musste mir die Fragen stellen:

Für wen schreibe ich – wen will ich ansprechen? Was ist Wirtschaftsethik? Gab oder gibt es überhaupt Wirtschaftsethik? Weiterlesen

The Peacebuilding Capability of Religion

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The EASA and my class world religions appreciate very much the launch of the European Academy of Religion. Time is over for contribution of singular academies or only individual remarks. Only together, as Europeans guided by enlightenment, tolerance and respect for the other, we are able to face the negative power of religious fundamentalism and terror. More: As religious academics we are credible for any interreligious debate. Weiterlesen

Integration und Innovation

„Die Migationswelle wird helfen, die Erstarrungen dieser deutschen Nischenkultur zu  überwinden.“
Antje-Hermenau (Antje-Hermenau.de /Publizistik)

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Aufruf

Aufruf und Thesen suchen den Austausch und wollen Anstoß sein für einen Workshop.

Bei „Nischenkultur“ fällt einem die Schrebergarten-Datscha von einst, die heimische Wellness-Oase von heute und das Eingerichtetsein in einer „alternativen“ Terminologie ein, die begehrten Marktnischen nicht zu vergessen. Migranten und Flüchtlinge brechen unsere Rückzugsräume auf. Die Gegensätze, die sie mitbringen, lassen unsere Reviergrenzen verblassen. Weiterlesen

Transkulturalität und Subjekt – Vom Fremden zur Begegnung

Transkulturalität

Transkulturalität im alltäglichen Sprachgebrauch: „Nordafrikanisch“ seien das Aussehen und der Habitus; die ganze Unsicherheit bezüglich der kulturellen Prägung tritt in solchen Äußerungen zu Tage und lässt sich auch durch Verweis auf sprachliche Besonderheiten nicht gänzlich aus der Welt schaffen. Da bleibt man schon lieber beim „Hintergrund“, beim „nordafrikanischen“ oder „migrantischen“ Hintergrund. Das erspart uns eine präzisere Ortung, die auch mitschwingende Ressentiments offenbart. Unwillentlich wird so ein Kommentar zu Unschärfen des Kulturverständnisses geliefert, wie er auch in konkurrierenden Begriffen wie Transkulturalität, Interkulturalität, Multikulturalität zum Ausdruck kommt. Der Flüchtling, Migrant steht zunächst einmal als Fremder, „Heimatloser“ vor unserer Tür. Weiterlesen

Gutes Zusammenleben erfordert einen demokratiefähigen Islam

Islam

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Religiöse Fragen haben in der öffentlichen Debatte in den letzten dreißig Jahren eine immer geringere Rolle gespielt. Noch unter Papst Johannes Paul II. war ein Papstbesuch im Ausland eine Schlagzeile auf dem Titelblatt der Zeitungen. Heute läuft selbst die Bischofssynode zu Fragen von Ehe und Familie eher unter „Vermischtes“.

Gleichzeitig ist eine immer weiter gehende Säkularisierung der Gesellschaft ausgeblieben. Die Zahl der Kirchenmitglieder nimmt zwar ab und liegt nun bei jeweils rund 23 Millionen für die evangelische und für die katholische Kirche in Deutschland. Dazu kommen aber fast 2 Millionen Orthodoxe Christen, aber auch Angehörige anderer Religionen wie des Judentums und insbesondere des Islam. Dieser zählt rund 4 Millionen Anhänger allein in Deutschland, darunter in der Zwischenzeit auch einige Tausend zum Islam konvertierte Deutsche.

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Globale Zivilgesellschaft und Religion- Gibt es eine ethisch-religiöse Globalisierung?

Thesen

  1. Zur modernen Gesellschaft gehört religiöse Pluralität, verstanden als Chance und zugleich Zwang, mit unterschiedlichen Religionen in einer Gesellschaft zu leben.
  1. Auch in der modernen Gesellschaft mit zahlreichen religiösen Minderheiten gehört Religion zum öffentlichen Raum, etwa weil religiöse Praxis von der Beschneidung bis zum sonntäglichen Glockenläuten Anlass für öffentliche Diskussion bietet.
  1. Religion ist für den einzelnen Menschen eine Identität prägende religiöse Zugehörigkeit mit Elementen eines eigenen Lebensstils und einer diskursiven Eigenlogik zur Welterklärung.

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