Caidance R: Eine überfachliche Kompetenzanalyse für Flüchtlinge

Jean-Paul Kühne: Ein Instrument der schnellen Entscheidung über Arbeitsaufnahme

CAIDANCE-R ist eine Kompetenzanalyse fürFlüchtlinge mit dem Ziel schneller Arbeitsaufnahme von hr-diagnostics, Stuttgart, und wird unter der Regie von Innen-, Wirtschaftsminister und der Bundesagentur für Arbeit seit Sommer 2016 im Saarland eingesetzt. Weiterlesen

Eine Brücke von beiden Seiten, die alle Beteiligten zur Veränderung führt

Begegnungstag des Instituts für Sozialstrategie in Bad Wimpfen zum Thema Flüchtlinge, Bildung, Arbeitswelt

KFBA Begegnungstag

Am 29. Juli 2016 fand in der Geschäftsstelle des Instituts für Sozialstrategie in Bad Wimpfen ein Dialogsymposium zum Thema Flüchtlinge, Bildung und Arbeitswelt statt. Eingefunden hatten sich Personen aus der Zivilgesellschaft, weiterhin Vertreterinnen und Vertreter des Weinbauverbands Baden-Württemberg, der Handwerkskammer, der Steinbeis University, des KIT und anderer Institutionen. Die Initiative ging aus von Jean Paul Kühne, der für das Institut für Sozialstrategie das Kompetenzzentrum Flüchtlinge, Bildung und Arbeitswelt leitet. Weiterlesen

Integration und Innovation

„Die Migationswelle wird helfen, die Erstarrungen dieser deutschen Nischenkultur zu  überwinden.“
Antje-Hermenau (Antje-Hermenau.de /Publizistik)

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Aufruf

Aufruf und Thesen suchen den Austausch und wollen Anstoß sein für einen Workshop.

Bei „Nischenkultur“ fällt einem die Schrebergarten-Datscha von einst, die heimische Wellness-Oase von heute und das Eingerichtetsein in einer „alternativen“ Terminologie ein, die begehrten Marktnischen nicht zu vergessen. Migranten und Flüchtlinge brechen unsere Rückzugsräume auf. Die Gegensätze, die sie mitbringen, lassen unsere Reviergrenzen verblassen. Weiterlesen

Transkulturalität und Subjekt – Vom Fremden zur Begegnung

Transkulturalität

Transkulturalität im alltäglichen Sprachgebrauch: „Nordafrikanisch“ seien das Aussehen und der Habitus; die ganze Unsicherheit bezüglich der kulturellen Prägung tritt in solchen Äußerungen zu Tage und lässt sich auch durch Verweis auf sprachliche Besonderheiten nicht gänzlich aus der Welt schaffen. Da bleibt man schon lieber beim „Hintergrund“, beim „nordafrikanischen“ oder „migrantischen“ Hintergrund. Das erspart uns eine präzisere Ortung, die auch mitschwingende Ressentiments offenbart. Unwillentlich wird so ein Kommentar zu Unschärfen des Kulturverständnisses geliefert, wie er auch in konkurrierenden Begriffen wie Transkulturalität, Interkulturalität, Multikulturalität zum Ausdruck kommt. Der Flüchtling, Migrant steht zunächst einmal als Fremder, „Heimatloser“ vor unserer Tür. Weiterlesen

Gutes Zusammenleben erfordert einen demokratiefähigen Islam

Islam

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Religiöse Fragen haben in der öffentlichen Debatte in den letzten dreißig Jahren eine immer geringere Rolle gespielt. Noch unter Papst Johannes Paul II. war ein Papstbesuch im Ausland eine Schlagzeile auf dem Titelblatt der Zeitungen. Heute läuft selbst die Bischofssynode zu Fragen von Ehe und Familie eher unter „Vermischtes“.

Gleichzeitig ist eine immer weiter gehende Säkularisierung der Gesellschaft ausgeblieben. Die Zahl der Kirchenmitglieder nimmt zwar ab und liegt nun bei jeweils rund 23 Millionen für die evangelische und für die katholische Kirche in Deutschland. Dazu kommen aber fast 2 Millionen Orthodoxe Christen, aber auch Angehörige anderer Religionen wie des Judentums und insbesondere des Islam. Dieser zählt rund 4 Millionen Anhänger allein in Deutschland, darunter in der Zwischenzeit auch einige Tausend zum Islam konvertierte Deutsche.

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Flüchtlinge Willkommen in München – ein anderes Bild

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In den letzten Wochen und Monaten war das Bild Deutschlands geprägt von brennenden Flüchtlingsunterkünften. Bis August diesen Jahres gab es 335 Anschläge auf Heime und Wohnungen von Flüchtlingen. Viele davon waren noch nicht bewohnt oder erst im Bau, aber auch Unterkünfte, in denen schon Flüchtlinge wohnen, wurden Ziel von Angriffen. So z. B. durch den Anschlag mit einem Brandsatz in Salzhemmendorf. In Heidenau ist seit Wochen nächtlich eine rechtsradikaler Masse auf den Straßen, welcher die Gegend für Flüchtlinge, helfende Bürger, aber auch die Polizei unsicher macht. Die Ereignisse heute erinnern an die Ereignisse in Hoyerswerda oder Rostock-Lichtenhagen in den 90ern Jahren. Auch damals hinterließ Deutschland kein gutes Bild in der Weltpresse. Doch dieses Mal gibt es einen Unterschied. Dieses Mal gibt es auch ein anderes Bild.

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Hometown Associations

Hometown Associtations

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Gerade in den USA finden sie sich, Hometown Associations, Verbindungen von Migrant_innen aus der selben Stadt, Gemeinde oder Region, die sich verbinden, um mit ihrer Herkunftsgemeinde in Verbindung zu bleiben und diese zu unterstützen. Dabei gibt es quasi keine Grenzen dieses Konzeptes, tausende solcher Vereinigungen gibt es in den USA. Weiterlesen

Chevrons Ölförderung und der indigene Widerstand

Chevron Ölbohrungen

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Der Rechtsstreit um die Kosten der Beseitigung der Umweltschäden durch die Ölförderung von Chevron im Gebiet von Lago Agrio im Amazonas-Regenwald Ecuadors läuft seit nunmehr über 20 Jahren. Dabei geht es um Umwelt- und Gesundheitsschäden durch die Förderung eines Konsortiums von Texaco und Petroecuador. Texaco gehört inzwischen zu Chevron, der Rechtsstreit ist somit der zwischen Einwohnerinnen und Einwohnern der Region von Lago Agrio in Ecuador und Chevron und wird sowohl vor US- als auch vor Gerichten in Ecuador ausgetragen. Nach langen Jahren der Verhandlung wurde Chevron schließlich in Ecuador zu einer Millionenzahlung verurteilt, dies war 2012. Danach strengte Chevron diverse Gerichtsverfahren an, unter anderem gegen die juristischen Beistände der Einwohnerinnen und Einwohner der Region. Dies führte nicht nur dazu, dass sich immer mehr Anwaltskanzleien zurückzogen und sogar Entschädigungen an Chevron zahlten, letztlich blieb der Hauptankläger isoliert zurück. Im März diesen Jahres hob schließlich ein US-Gericht den Beschluss aus Ecuador auf, da dieser auf Bestechung und der Fälschung von Beweisen beruhe, die Geldvollstreckung wurde außer Kraft gesetzt. Weiterlesen

Minderheiten: Transsexuelle und Intersexuelle im Kampf um Wahrnehmung

Minderheiten

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Am Donnerstag, den 03. April fanden sich in diversen Zeitungen Berichte über „Norrie“ einen 52-Jahre alten Menschen, der am Mittwoch dem 02. April von einem australischen Gericht das Recht zugesprochen bekam, als Geschlecht offiziell „unbestimmt“ angeben zu dürfen. Auch wenn der Fall ein sehr spezieller ist, eine weiter zurückliegende Geschlechtsumwandlung von „Mann“ zu „Frau“ vorliegt und spät die Entscheidung getroffen wurde, doch nicht in bipolare Geschlechterrollen zu passen, so weißt er doch auf einige Tendenzen bezüglich Geschlechter-Konzepten in einigen Ländern hin. Weiterlesen