Ulrich Hemel im Interview mit den CSR-News

Die Wirtschaft ist für den Menschen da – Zukunftsstrategie für die globale Zivilgesellschaft

Im Interview mit CSR-News hat IfS-Direktor Ulrich Hemel über sein neues Buch und die Frage nach der Aufgabe der Unternehmen in Bezug auf die Gestaltung der globalen Zivilgesellschaft gesprochen.

Ulrich Hemel

Ist menschenwürdiges Wirtschaften möglich? Diese Leitfrage des Interviews, mit der sich auch das Buch von Ulrich Hemel befasst, kann der Unternehmer und Theologe mit einem klaren Ja beantworten. Voraussetzung dafür sei allerdings eine Wirtschaft, die dem Menschen dient und nicht umgekehrt.

Um eine solche Wirtschaft zu ermöglichen, muss diese wieder in die Gesellschaft integriert werden. Wie dies gehen kann, zeigt die Vita Hemels: Er war Vorstandsvorsitzender der Paul Hartmann AG und Geschäftsführer verschiedener Unternehmen in Dienstleistung und Produktion. Seine unternehmerische Tätigkeit betrachtet er in keinem Widerspruch zu seiner akademischen Aktivität als Theologe und Philosoph. Im Gegenteil: Seine wertegebundene Perspektive bildet den Rahmen für sein wirtschaftliches Handeln.

„Jedes wirtschaftliche Handeln hat einen gesellschaftlichen Kontext“

Dementsprechend plädiert Ulrich Hemel für ein neues Miteinander von Wirtschaft und Gesellschaft, von Wettbewerb und Kooperation. Schließlich seien Unternehmen als zivilgesellschaftliche Akteure auf den Rest der Gesellschaft angewiesen und umgekehrt. Dies auf allen Ebenen zu erkennen und vor allem anzuerkennen sei die wichtigste Voraussetzung für die Gestaltung der globalen Zivilgesellschaft. In ökonomischer, aber auch in sozialer und ökologischer Hinsicht könne so ein mehr an Lebensqualität und ein menschenwürdiges Dasein für alle Beteiligten erreicht werden.

„Der Mensch ist einerseits der an Nutzenmaximierung interessierte Homo oeconomicus, aber eben nicht nur, er ist genauso ein Homo cooperativus.“

Menschenwürdiges Handeln und Werteorientierung müssten demnach in das gesamte wirtschaftliche Handeln integriert werden: Auf ordnungspolitischer Ebene, in die Strategie der einzelnen Unternehmen, aber auch in das Bewusstsein eines jeden Einzelnen. Schließlich repräsentiere jeder Mensch nicht nur das wirtschaftswissenschaftliche Handlungsmodell des Homo oeconomicus, sondern immer auch sein Gegenstück, den Homo cooperativus.

Das gesamte Interview finden Sie hier…

Mehr zum Buch von Ulrich Hemel „Die Wirtschaft ist für den Menschen da“…

 

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Über Sonja Knobbe

Sonja Knobbe ist seit 2011 am IfS tätig und vornehmlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Sie studierte in Mannheim und Toronto Philosophie, Betriebswirtschaftslehre und Politik und spezialisierte sich an der Ruhr-Uni Bochum im Rahmen des Masterprogramms “Ethics- Economics, Law and Politics” auf Wirtschaftsphilosophie. Derzeit analysiert sie am Institut für Philosophie und Politikwissenschaft der TU Dortmund im Rahmen eines Promotionsprojektes den Begriff des wirtschaftlichen Handelns.

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